21. Oktober 2019 Kategorie: News

Neue EU-Schwellenwerte angekündigt

Alle zwei Jahre werden die EU-Schwellenwerte, ab denen die im GWB umgesetzten EU-Vergaberichtlinien gelten, an Wechselkursentwicklungen angepasst. Die Schwellenwerte beruhen auf Vorgaben und Berechnungsweisen im Government Procurement Agreement (GPA).

Die nächste Überprüfung muss für die Jahre 2020/201 erfolgen. Diese Anpassungen werden üblicherweise im Dezember im EU-Amtsblatt veröffentlicht und gelten aufgrund der dynamischen Verweisung in § 106 Abs. 2 GWB automatisch in Deutschland.

Presseberichten zufolgen sollen die Schwellenwerte wie folgt festgesetzt werden:

Für die klassischen öffentlichen Auftraggeber gemäß Richtlinie 2014/24/EU:

Vergabe von Bauaufträgen: 5.350.000 Euro (derzeit: 5.548.000 Euro)

Vergabe von Liefer-/Dienstleistungen: 214.000 Euro; für Vergaben oberster, oberer Bundesbehörden u. vergleichbare Einrichtungen gemäß § 106 Abs. 2 Nr. 1 GWB: 139.000 Euro (derzeit: 221.000 Euro bzw. 144.000 Euro)

Vergabe nach der Sektorenrichtlinie Richtlinie 2014/25/EU und im Bereich Verteidigung und Sicherheit:

Vergabe von Bauaufträgen: 5.350.000 Euro (derzeit: 5.548.000 Euro)

Liefer-/Dienstleistungen: 428.000 Euro (derzeit: 443.000 Euro)

Vergabe von Konzessionen nach Richtlinie 2014/23/EU:

5.350.000 Euro (derzeit: 5.548.000 Euro).

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